Revell Tirpitz
Art.-Nr.: RV-05096
Beschreibung
Das ModellRevell legt mit dem Battleship Tirpitz einen anspruchsvollen Modellbausatz im Maßstab 1:350 vor. Mit einer Länge von 72 Zentimetern und 585 Einzelteilen dürfte das Bauvergnügen bei diesem Schlachtschiff aus dem 2. Weltkrieg mindestens ebenso groß sein wie beim tragischen Schwesternschiff Bismarck. Der Skill-Level von 5 ist eine Herausforderung für jeden Modellbauer. Wer Zeit hat, darf sich an diesem Modell auch mit weniger Erfahrung versuchen. Der Bausatz bietet dem erfahrenen Bastler eine große Detailfülle. Diese Details durch die Bemalung und das Verarbeiten von Zusatzteilen aus dem Ätzsatz herauszuarbeiten, ist äußerst reizvoll. Das Ergebnis, ein Schmuckstück. Bei der Bausatzform hat Revell darauf geachtet, dass die Rumpfstruktur, das Deck und die komplexen Aufbauten ebenso genau abgebildet werden, wie die Panzerung und die Bewaffnung. Gerade die Geschütze waren bei der Tirpitz umfangreicher, als bei der Bismarck, wurde das Schiff doch mit einer umfangreichen Luftabwehr und Torpedosätzen ausgestattet, weil das Schwesternschiff bereits beim ersten schweren Einsatz im Nordatlantik verloren ging. Die Illusion des legendären Schwesternschiffs aus dem 2. Weltkrieg wird durch dieses Bausatz perfekt wiedergegeben.
Die Maschinenleistung von mehr als 163.000 PS wird eindrucksvoll durch die Wellenhosen mit den 3 Antriebspropellern und den Steuerflügeln am Heck abgebildet. Das strukturierte Deck enthält Bug- und Heckanker und Ankerwinden genauso, wie eine detailgenaue Reling aus Sinn gebenden Teilen. Der Panzergürtel am Bug ist in zwei Rumpfteile integriert. Die Unterbauten werden teilweise separat auf dem Deck angebracht. Mit dem ergänzenden Ätzsatz lassen sich Bullaugen, Eingänge und andere Aufbauteile noch besser zur Geltung bringen.
Aufbauten, Kräne, Winches, Gangways, Niedergänge, Relings, Rettungs- und Verbindungsboote und Geschütze sind sauber abgebildet. Ein Geschützturm „Bruno“ verfügt im Gegensatz zur Bismarck über einen zusätzlichen Flackstand. Die erweiterte Bewaffnung der Tirpitz diente einer besseren Luftabwehr, weil die Größe des Schiffs und die Schlagkraft der schweren Geschütze zur Angriffsfläche der Luftwaffe wurden. Die Hoheitszeichen sind im Sinn politischer Korrektheit modifiziert. Zur besseren Präsentation des fertigen Schiffs dient der mitgelieferte Displayständer.
Der Bausatz wird mit einer umfangreichen Bauanleitung und Dokumentation geliefert. Die Teile sind nach Baugruppen sauber getrennt. Die umfangreiche Bauanleitung informiert mit allem Wissenswerten zum Zusammenbau, darunter eine Tarnanleitung und Abziehbilder für zwei Einsatzzeiträume.
Revell schließt mit diesem Modell an die übrigen Kriegsschiffe des 2. Weltkriegs wie der Bismarck an, geht aber einmal mehr ins Detail. Angefangen bei den strukturierten Oberflächen, bis zu den einzelnen Klarsichtteilen besitzt die Tirpitz alles, was den Modellbauer entzückt und den Baugenuss und die Herausforderung ein genaues Abbild eines versunkenen Schiff einer vergangen Zeit wieder zu beleben auf die Spitze treibt.
Geschichte
Die Tirpitz war ein Schlachtschiff der deutschen Kriegsmarine nach der Machtergreifung und zählte zusammen mit dem Schwesternschiff Bismarck zur sogenannten „Bismarckklasse“. Sie war nach dem preußischen Großadmiral und Marinesekretärs Tirpitz benannt. Sie ist bis heute mit einer Verdrängung von 42.900 Tonnen und einer Länge von 251 m das größte jemals vollendete Schlachtschiff der Welt.
Das Großschiff erlebte am 1. April 1939 seinen Stapellauf. Mit dem Beginn des 2. Weltkriegs wurde die Fertigstellung nach Waffen beschleunigt. Dennoch konnte das Kriegsschiff erst am 25. Februar 1941 den Dienst aufnehmen. Britische Luftangriffe auf die Werft in Wilhelmshaven verzögerten die Fertigstellung.
Die Konstruktion orientierte sich wie beim Schwesternschiff Bismarck und an den Leistungen moderner französischer Schlachtschiffe, da diese während der Planung als die wahrscheinlichsten Kriegsgegner galten. Die Geschwindigkeit und der Panzerschutz waren bei der Konstruktion des Schiffs von größter Bedeutung. Im Gegensatz zur Bismarck wurde die Tirpitz neben schwereren Geschützen auch mit einer schlagkräftigen Luftabwehr ausgestattet. Auch Bestückung mit zusätzlichen Torpedo-Vierlingssätzen im Herbst 1941 war dem frühen Untergang der Bismarck geschuldet. Ab Juli 1941 wurde die Tirpitz als Flaggschiff der „Baltenflotte“ eingesetzt. Sie sollte das Ausbrechen der sogenannten Rotbannerflotte nach der Eroberung Polens und dem Angriff auf Russland aus der Ostsee nach Großbritannien verhindern. Da dieser Durchbruch ausblieb, sollte die Tirpitz erst in die Atlantikschlacht eingreifen, wurde dann aber im Januar 1942 nach Norwegen verlegt, um eine erwartete britische Invasion zu verhindern. Im März 1942 wurde sie gegen britische Konvois eingesetzt, um die Versorgung der russischen Rüstungsindustrie mit Erz zu unterbinden. Im September 1943 wurde die Tirpitz bei einem Angriff britischer Klein-U-Boote so stark beschädigt, dass sie bis März 1944 nicht mehr fahrbereit war. Sie wurde aber gerettet und sollte wieder einsetzen. Winston Churchill, der britische Kriegspremier, fürchtete, das Schlachtschiff könnte die Landung alliierter Truppen in der Normandie gefährden und befahl, die Tirpitz unter allen Umständen zu zerstören. Am 12. November 1944 griffen 32 Lancasterbomber das stolze Schiff unter Idealbedingungen an. Zwei der 29 abgeworfenen „Tallboy"-Bomben durchschlugen das Panzerdeck. Mehrere Nahtreffer beschädigten den Rumpf so schwer, dass die Tirpitz kenterte.
1204 Mann kamen bei diesem Angriff ums Leben, 890 konnten in die Kriegsgefangenschaft gerettet werden. – Elf Jahre später wurde das in seichten Gewässern gekenterte Schiff von einer norwegischen Bergungsfirma abgewrackt. Tausende Tonnen Stahl wurden in den Industriekreislauf zurückgeführt. Das größte Schlachtschiff der Welt wurde zu Maschinen verarbeitet.
Benötigte Farben: 5, 9, 36, 57, 76, 78, 83, 88
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