Revell Junkers Ju 88A-1

Art.-Nr.: RV-04728

44,99 €*
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Beschreibung

Modell

Der Zusammenbau des Modellbausatzes Junkers Ju 88 A4/D-1 von Revell kann allen Modelbaufreunden Freude machen. Er ist mit 77 Einzelteilen deutlich schlanker, als die Heinkel HE-111, aber dennoch so detailliert und sorgfältig gestaltet, dass es sich lohnt, die vielen Details sauber auszuarbeiten.
Besonders gut gelingt das, wenn noch der Ätzteilsatz bestellt, wird. Mit ihm lassen sich z. B. zahlreiche technische Instrumente im Cockpit so genau darstellen, dass die Illusion des gefürchteten deutschen Kampfbombers fast perfekt ist.
Die Konstrukteure von Revell haben bei diesem Modellbausatz ganze Arbeit geleistet. Angefangen bei den Reifen und dem Fahrwerk, über die Motoren und Motorgehäuse, die Flügel, die Bewaffnung, den Rumpf und die Höhenruder wurde alles so sorgfältig wie möglich ausgearbeitet.
Besonders hervorzuheben ist das Cockpit. Hier wurde größten Wert auf originalgetreue Wiedergabe des Vorbilds gelegt. Wer hier sauber arbeitet und eventuell noch die Ätzteile verwendet, kann die Kanzel mit zwei Piloten und einem Navigator mit allen Geräten und Instrumenten vollständig rekonstruieren.
Daneben gibt es anderen spannende Details und Varianten, die den Baugenuss erhöhen. Das Cockpit kann wahlweise mit drei Pilotenfiguren ergänzt werden, das Fahrwerk kann ein- oder ausgefahren dargestellt werden, die Propeller sind beweglich, die Konstruktion von Rumpf und Flügeln und die Oberflächen sind sauber und strukturiert. An diesem Modell kann sich durchaus auch ein Neuling versuchen, sofern er alle erforderlichen Hilfsmittel und einen geeigneten Raum hat.
Das Schöne an dem Bausatz ist, dass er nicht so anspruchsvoll ist, wie einige der großen, aber auf keinen Fall langweilig für fortgeschrittene Modellbauer ist. Wer sich genauer über das Potenzial des Bausatzes informieren möchte, findet Anschauungsmaterial in einschlägigen Modellbauforen.

Geschichte

Schon 1935 machte das Reichsluftfahrtministerium (RLM) den Firmen Dornier, Henschel, Messerschmitt, Heinkel und Junkers die Anforderungen an einen Schnellbomber bekannt. Ein zweimotoriger Horizontalbomber, der mit drei Mann Besatzung und leichter Abwehr 500 kg Bomben mit einer Geschwindigkeit von 500 km/h 2000 Kilometer zurücklegen konnte, sollte sich durch seine Schnelligkeit den Angriffen von Jagdflugzeugen entziehen und dem Feind empfindliche Schäden zufügen. Das bedeutete auch, dass ein solcher Schnellbomber leicht sein musste, was Einsparungen bei der Panzerung und bei den Flugtanks.
Junkers konnte nach Bekanntgabe der Anforderungen bereits auf Entwürfe zum Projekt EF 51 von August Quick zurückgreifen. Die Ingenieure Ernst Zindel, Alfred Gassner und Heinrich Evers entwickelten daraus einen zweimotorigen Tiefdecker: die Junkers Ju 88.
Die Konstruktion war typisch für die Kampfflugzeuge der Luftwaffe des 2. Weltkriegs. Die Besatzung war in der Kanzel im vorderen Teil des Rumpfes zusammengefasst. Von dort konnten alle Aggregate und Verteidigungswaffen bedient werden. Es war nicht möglich den Arbeitsraum zu verlassen. In den Lastenräumen des Rumpfes konnten nur kleine Bombenkaliber transportiert werden. Schwere Lasten waren an Bombenschlössern unter den Tragflächen angebracht.
Die Junkers Ju 88 A war den Anforderungen des RLM entsprechend bis 90° sturzflugfähig. Sie verfügte über Sturzflugbremsen unter den Tragflächen. Zur Entlastung des Piloten war eine Abfangautomatik eingebaut. Der Pilot betätigte im Reiseflug den Sturzflughebel. Dadurch wurden die Sturzflugbremsen ausgefahren, die Luftschrauben auf größte Drehzahl gestellt, die Höhenrudertrimmklappen zum Abfangen vorgespannt und eine Sicherheitssteuerung gegen hartes Abfangen aktiviert, die Kühlerspreizklappen wurde geschlossen und der Abwurf der Rumpfbomben gesperrt.
Der Grund für diese Sturzflugfähigkeit lag in der geringen Zielgenauigkeit der Bomber im Reiseflug. Im Sturzflug konnte die Bombenlast wesentlich genauer in ein zuvor berechnetes Ziel gebracht werden.
Mit fast 15.000 gebauten Maschinen war die Ju-88-Produktion eines der größten Rüstungsprogramme des Deutschen Reichs im 2. Weltkrieg. Die Ju-88 wurde an fast allen Fronten eingesetzt: im Atlantikkrieg, an der Westfront, im Luftkrieg gegen England, im Mittelmeer und Nordafrika. Auch beim Russland-Feldzug richtete der Bomber schwere Zerstörungen an.
Die Schwäche der Maschine war ihre geringe Bewaffnung und Panzerung zugunsten einer höheren Geschwindigkeit. Mit wachsender Geschwindigkeit der Abfangjäger der RAF und USAF fielen immer mehr Maschinen den Angriffen des Gegners zum Opfer.

Benötigte Farben: 9, 39, 40, 45, 49, 77, 83

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