Revell Heinkel He 111 P
Art.-Nr.: RV-04696
Beschreibung
Der Modellbausatz Heinkel He 111 P-1 von Revell im Maßstab 1:32 ist anspruchsvoll, bietet dem Liebhaber aber eine enorme Fülle an Details zur Ausarbeitung an. Bei der neuen Bausatzform hat Revell dafür gesorgt, dass die äußere Oberflächenstruktur mit versenkten Blechstößen ebenso abgebildet wird, wie der gesamte Maschineninnenraum. Die Illusion einer echten Maschine der deutschen Luftwaffe wird durch Bausatz von Revell nahezu perfekt wiedergegeben.Das detaillierte Cockpit mit Instrumentenbord enthält die Steuersäule und ein Bombenzielgerät, ebenso wie den Pilotensitz und umfangreiche Steuermechanismen. Die charakteristische verglaste Bugsektion ist mit einem detaillierten Bereich für den Bomberschützen und seine Front-MG ausgestattet. Der Bombenschacht mit Vertikalmagazinen fasst 8 SC250Bomben. Der Rumpf enthält den Navigationsraum mit Gerätetafel sowie einen weiteren MG-Stand.
Auch die technische Ausstattung des Mittelstreckenbombers von Revell bietet zahlreiche interessante Details für Liebhaber einer fast perfekten Simulation des Originals. Dazu zählen die detaillierten Motorengehäuse, separate Kühlergehäuse und Klappen, bewegliche Propeller, Fahrwerksschächte, separate Quer- und Seitenruder, die Landeklappen und das Fahrwerk mit den charakteristischen großen Reifen und das Spornrad am Heck.
Das Modell von Revell besteht aus 433 Einzelteilen und verlangt den Skill-Level 5. Die Geduld wird mit einem nahezu perfekten Model von 511 mm Länge und einer Spannweite von 709 mm belohnt. Der Bausatz wird mit einer umfangreichen Bauanleitung und Dokumentation von Revell geliefert. Die Teile sind nach Baugruppen sauber getrennt. Die Bauanleitung umfasst 16 Seiten mit allem Wissenswerten zum Zusammenbau, darunter ein ausführliches Farbschema, Angaben zu den drei möglichen Varianten und den dazugehörigen Decalbögen von Revell. Außerdem kann zusätzlich ein Revell Ätzteilesatz bestellt werden, um das Innenleben der Maschine noch detaillierter zu gestalten.
Revell schließt mit diesem Modell an die JU 88 an, geht aber einmal mehr ins Detail. Angefangen bei den strukturierten Oberflächen, bis zu den einzelnen Instrumenten im Cockpit enthält die Heinkel HE 111 P-1 fasst alles, was den Modellbauer entzückt und den Baugenuss und die Herausforderung auf die Spitze treibt.
Geschichte
Die Heinkel He 111 war ein freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise mit Einziehfahrwerk. Er wurde von den Ernst Heinkel Flugzeugwerken in Rostock hergestellt. Das Konzept der Maschine stammt von dem Flugzeugingenieur Siegfried Günter und beruhte auf Erfahrungen mit dem Schnellverkehrsflugzeug Heinkel He 70.
Zunächst wurde die Heinkel He 111 als Passagierflugzeug für zehn Passagiere und zwei Mann Besatzung konzipiert. Der Auftrag zur Entwicklung eines Mittelstreckenbombers und Verkehrsflugzeugs an die Firma Heinkel wurde von Reichsverkehrsministerium bereits 1932 erteilt. Die geheime Bombervariante hatte Entwicklungsvorrang. Die Versailler Verträge verboten aber der Reichswehr den Besitz von Kampfflugzeugen, sodass die He 111 offiziell als Zivilflugzeug entwickelt und zunächst auch gebaut wurde.
Im Zuge ihrer Entwicklung wurde die Heinkel He 111 mit stärkeren Motoren ausgestattet. Bei der He 111 P-1, die hier als Bausatz von Revell vorliegt, kamen zwei Daimler-Benz DB601A Motoren mit je 1100 PS zum Einsatz. Mit der schließlich erreichten Höchstgeschwindigkeit von 410 km/h war sie schneller als alle Flugzeuge der Gegner. Das erklärt auch ihre Defensivbewaffnung. Die He 111 sollte ihren Gegnern einfach davonfliegen. Die He 111 P-1 verfügte über drei MGs.
Dieses Konzept ging anfangs auch auf. Als im Spanischen Bürgerkrieg die Legion Condor 30 Heinkel He 111 des Typs B-1 zur Unterstützung von Francos Truppen gegen die spanische Republik einsetzte, war diese praktisch machtlos gegen die Schlagkraft und Schnelligkeit der Maschinen. Zu einiger Berühmtheit gelangte die Heinkel He 111 bei der Zerstörung der baskischen Stadt Gernika im Jahr 1937. Der spanische Maler Pablo Picasso schuf anlässlich dieses "Erfolgs" eines seiner bekanntesten Bilder.
Während des Zweiten Weltkriegs zeigte sich in der "Luftschlacht um England" aber, dass eine gut geführte Abwehr mit leistungsstarken Jagdflugzeugen den ungeschützten Bomberverbänden der deutschen Luftwaffe erhebliche Verluste zufügen konnte. Der Weltkrieg heizte die Entwicklungs- und Produktionsanstrengungen der alliierten Truppen an, sodass auch die Royal Airforce bald über schnelle Kampfmaschinen verfügte, die in der Lage waren die He 111 abzufangen.
Dennoch wurde die Heinkel He 111 mit 6200 Maschinen zu einem der meist gebauten Mittelstreckenbomber des 2. Weltkriegs. Trotz ihrer technischen Unterlegenheit wurde sie bis Herbst 1944 gebaut. Der hier als Modell P-1 vorliegende Typ enthielt erstmals die charakteristische, vollverglaste Bugschnauze. Neben ihrer eigentlichen Funktion als Mittelstreckenbomber kam die Heinkel He 111 auch als Transporter, Torpedoflugzeug und Schleppflugzeug zum Einsatz. Die Luftwaffe lieferte sie auch an verbündete Truppen. Neben der Regierung Franco erhielt auch die Türkei 30 He 111. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Spanien noch 236 He 111 unter der Bezeichnung CASA 2.111 in Lizenz, die teilweise noch bis in die 60er Jahre im Dienst waren. Diese waren aber mit Motoren von Rolls-Royce ausgestattet. Im Bausatz von Revell des Typs P-1 waren Motoren von Daimler-Benz eingebaut
Benötigte Farben: 36, 39, 40, 45, 49, 77, 83
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